Mittwoch, 24. März 2010

"Die Kokosnüsse von Namibia"

So, heute mal ein bischen was zum lesen:

http://www.az.com.na/lokales/die-kokosnsse-von-namibia-and-auf-der-suche-nach-einer-identitt.104046.php

Liebe Grüße

Hanna

Donnerstag, 18. März 2010

Photos pour les francais. :) Je vous ai pas oublié!


La mer qu'on voit danser!

Les petits de nos voisins.

A toucher!

Montag, 8. März 2010

Swakopmund - die südlichste Stadt Deutschlands


Morgens um 10 schwingt sich Mathew auf sein rotes Quadbike. Richtung Dünen. Seit 9 Jahren fährt er jeden Tag durch den riesigen Sandkasten bei Swakopmund. Es macht ihm schon lange keinen Spaß mehr. Er ist Tourguide bei Desert Extrem, einem der zahlreichen Adventureunternehmen in dem kleinen Badeort in Namibia.

Seinen Spuren im Sand folgen jeden Tag junge, adrenalinsüchtige Touristen (meistens männlich). Mathew ist einer der dienstältesten Fahrer. „Wir sind insgesamt 10 Guides. Die meisten sind Mitte 20 und lieben es, durch die Dünen zu heizen, bleiben aber nur ein bis zwei Jahre. Dann suchen sie sich etwas anderes“, sagt er und zieht an seiner Zigarette. Diese Fahrfreude vom Anfang verspürt der 40 jährige schon lange nicht mehr. Sein 20 Jahre jüngerer Kollege, Typ mit Designersonnenbrille und Sonnyboy-Lächeln, macht mit seinem Quad Kunststücke, fährt auf dem Hinterrad durch die Dünen. So mancher übermütige Tourist hat hier schon seine Kräfte überschätzt und es mit dem Leben bezahlt. „Letztens erst ein Junge aus Südafrika. Er ist mit seiner Familie gefahren, hat eine Düne unterschätzt und ist gestürzt. Das Quad hat ihm dann das Genick gebrochen“, sagt er, als ob es etwas ganz alltägliches für ihn ist. Er ist ein sehr viel besonnener Fahrer „Für mich ist es nur noch langweilig. Man kennt jede Düne, jeden Strauch. Außerdem bin ich nicht mehr so frei und ungebunden. Ich habe eine Frau und 3 Kinder. Am Monatsende bleibt nie viel Geld übrig. Er verdient pro Monat 1600N$. An guten Tagen organisiert das Unternehmen 10 Touren. Mit durchschnittlich 5 Leuten. Pro Person muss man für eine Tour 600N$ hinlegen. „Unsere Chefs sind nicht fair. Sie nehmen uns und die Touristen aus, “ sagt er und blickt über die Dünen nach Swakopmund.

Diese kleine Stadt mit 34.000 Einwohnern lebt vom Tourismus und von dieser Ausbeute. 1862 kamen hier die ersten deutschen Seefahrer an Land. Sie bauten Schulen, eine Bahnlinie ins Landesinnere, ein Kasino. Osteebadfeeling an der namibischen Küste. Von hier aus wurde die ehemalige Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ versorgt. Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Land von Südafrika besetzt. Obwohl nur noch 10% der Bevölkerung deutschstämmig ist, findet man Zeugnisse der deutschen Kultur in Swakopmund an jeder Straßenecke. In großen Buchstaben hängt das Schild „Bäckerei und Konditorei“ über dem Laden der Familie Schmidt in der Poststraße. Das Haus könnte genauso auf Rügen stehen. Für die nächste Tour durch die Wüste können sich die modebewussten Touristen die gerne die Kolonialzeit etwas verlängert hätten bei Hans Lohmeier „Khaki und Safaribekleidung“ in der Bismarckstraße einkleiden. Sogar in den Dünen am Stadtrand findet man Überbleibsel der Deutschen. Mathew hält mit seinem Quad neben einem Berg Knochen. „Das waren die Deutschen“, erklärt er. „Sie haben hier tausende ihrer Pferde umgebracht: Pferdekrankheit.“ Nach über 100 Jahren geben die Dünen dieses Massengrab Stück für Stück frei. Deutschland ist überall präsent. Im Guten wie im Schlechten.

Mathew mag die deutschen Touristen. „Sie befolgen beim Quadfahren die Regeln. Nicht so wie die Italiener und Spanier. Die haben ihre eigenen Regeln und machen was sie wollen,“ erklärt er. Er hofft, dass weiterhin so viele Touristen nach Swakopmund kommen. Egal welche Nationalität. Dann kann er irgendwann seinen eigenen Quadverleih aufmachen. Die Erfahrung hat er. Er würde seine Angestellten fairer bezahlen, sagt er und schwingt sich auf sein Quad. Für ihn geht es wieder Richtung Swakopmund. Die nächsten Touristen durch die Dünen leiten



Mathews Blick schweift über die Dünen von Swakopmund.


Die Knochen von Tausenden von Pferden gibt der Sand langsam frei.


Namibia oder Ostee?



Montag, 1. März 2010

Katatura


"Katatura - der Ort, an dem wir nicht leben möchten wird zu "Matutura" - der Ort an dem wir bleiben möchten"

Bis zum Horizont reichen die kleinen Wellblechhütten in Katatura. Sie schlängeln sich über die Khomas- und Auashügel, so weit das Auge reicht. Hier wohnt die schwarze Mehrheit von Windhoek.
Vor vierzig Jahren wurde die schwarze Bevölkerung aus der Innenstadt Windhoeks vertrieben und am Stadtrand angesiedelt. Die südafrikanischen Buren, damals an der Macht in Namibia ,wollten die Schwarzen aus der Stadt vertreiben. Sie mussten sich, streng getrennt nach Stammesangehörigkeit (Damara, Herero, Ovambo, Nama), in Katatura eine neue Existenz aufbauen.
Geschätzte 130 000 Menschen leben heute hier. Niemand weiß es genau. Jeden Tag zählt Katatura ca. 200 mehr Leute. Sie kommen meistens aus dem Norden Namibias. Große Teile Katuturas gleichen immer noch einem Armenviertel: mit Wellblech gedeckte Hütten, Baracken, Sandwege. Frauen tragen Körbe auf dem Kopf, Kinder spielen auf der Straße mit Blechdosen.
Aber Katatura kann auch ein anderes Gesicht zeigen. Kreativität, Ideenreichtum und den Willen, etwas zu bewegen. Immer mehr Infrastuktur wird nach Katatura verlegt. Steinhäuser werden gebaut. Leute, die längst schon aus Katatura wegziehen könnten, bleiben hier. Katatura wird zu Matutura.
Kreativität wird auch im John Muafangejo Art Centre gefördert: Ausstellungsfläche und Schule für namibanische Künstler.

Davon aber beim nächsten Mal mehr!

Hanna

Sonntag, 28. Februar 2010

Fotos von Soussusvlei!

Hallo ihr lieben!

So, endlich neue Fotos vom letzten Wochenende! Wir sind mit Auto und Dachzelt nach Soussusvlei gefahren: eine riesige Dünenlandschaft im Nirgendwo.
Die Fotos sind unter: Diashow!

Liebe Grüße

Freitag, 26. Februar 2010

Taxi fahren in Namibia


In Namibia man muss sich erst dran gewöhnen, auf der Straße permanent angehubt zu werden. Die Fahrer machen das nicht, um einen zu grüßen. Sie sind Taxifahrer und gabeln so ihre Fahrgäste auf. Wie man sieht – Taxifahren in Namibia hat nichts mit Taxifahren in Deutschland zu tun. Die Fahrten sind unheimlich billig: 75 Cents. Deßhalb fährt hier auch jeder Taxi. Man kann die Taxiautos anhand der weißen, großen Zahlen an der Seitentür erkennen. Zur Sicherheit. In der Vergangenheit hat es wohl öfters Ärger gegeben mit nicht registrierten Taxis.

Um ein Taxi zu bekommen muss man sich nur an die Straße stellen und sofort hält ein Auto. Man hat das Taxi dann jedoch nicht für sich alleine. Meistens sitzen schon Leute drin, oder es wird während der Fahrt einfach irgendwo angehalten, um noch jemanden mitzunehmen. Je mehr Leute im Auto, desto mehr verdient der Taxifahrer. Mein Rekord waren 5 Leute, ich und ne Torte. Die Gäste, die zuerst eingestiegen sind, werden auch zuerst zu ihren Zielen gefahren. Ich genieße die kostenlosen Stadttouren! Man muss nur genug Zeit mitbringen, denn man weiß nie, wie lange die Fahrt dauern wird…

Dienstag, 23. Februar 2010

Sonnenuntergänge und Keulen auf dem Frühstückstisch

Ich fragt euch bestimmt: Wie geht es Hanna eigentlich in Namibia? Wo wohnt sie? Was macht sie so? Um der Ungewissheit ein Ende zu bereiten, hier ein paar Fotos! Das Internet geht ja im Moment! ;)

Die Leute, mit denen ich hier in der WG zusammen wohne sind klasse. Die Besetzung wechselt ständig. Die letzte Woche waren zwei Schweden da, im Moment wohnen ein Japaner und vier Deutsche, die hier ihren Entwicklungsdienst machen mit mir zusammen. Und natürlich unsere namibianische "housemum", die gute Seele im Haus. Sie nimmt uns regelmäßig zum Weintrauben verkaufen in die entlegensten Ecken Windhoeks mit. Man sollte sich außerdem nicht wundern, wenn mal morgens eine riesige, frisch geschlachteter Keule Wild in der Küche tranchiert wird... Welcome to Namibia!

Hier sitze ich also jeden Morgen und schlürfe meinen Kakao... mit einem herrlichen Blick über die Stadt.
Der riesige Grill reicht locker aus, um 15 Leute satt zu bekommen! Ideal für einen "Bries" ( auf deutsch: Grillen)
Blick über die Hügel von Windhoek


Abends genießt man den Sonnenuntergang auf der Terasse...oder auf dem Dach vom Katatura State Hospital, von wo man auch nen super Blick hat!